Kampf mit Google

15. Juli 2010 09:58; Akt: 23.09.2010 11:24 Print

Bing spendet für jeden Nutzer

Microsofts Suchmaschine zahlt einer Stiftung drei US-Dollar für jeden User, der zu ihr wechselt, denn ein Jahr nach ihrem Start kommt sie nicht vom Fleck.

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Bing: Drei US-Dollar für Nutzer

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Wie Microsoft mitteilte, arbeitet das Unternehmen mit DonorsChoose.org zusammen. Unterstützt werden diverse Schulprojekte in den USA. Demnach steht das Angebot bisher nur für Nutzer aus den Vereinigten Staaten zur Verfügung. Wer mitmachen möchte, geht auf eine eigens eingerichtete Website, klickt dort die Schaltfläche «Choose Bing and Donate» an und trägt anschliessend seine E-Mail-Adresse ein. An diese wird der Gutschein geschickt, den man anschliessend auf DonorsChoose.org einlösen kann. Bing wird dem Browser als bevorzugte Suchmaschine hinzugefügt. Das Ganze funktioniert bislang nur mit Internet Explorer und Firefox. Wohltätigkeit ist das Eine, Markanteile sind das Andere. Im Juni kam die Suchmaschine laut Net Applications weltweit auf etwa 3,4, Yahoo verzeichnete zirka 6,2 und Google rund 85 Prozent. Diese Werte haben sich seit dem Start der Microsoft-Suchmaschine im Juni 2009 kaum verändert.

Zumindest Chief Technology Officer (CTO) Kevin Turner hat laut computerworld.com seinen Humor nicht verloren. Auf Microsofts zurzeit in Washington D.C. stattfindender Worldwide Partner Conference (WPC) sagte er in seiner Rede in Richtung Apple: «Ich denke, dass das iPhone 4 ihr Vista werden wird.» Damit spielte Turner auf die Antennenprobleme des neuen Smartphones an. Windows Vista, der Vorgänger von Windows 7, hatte sich wegen Sicherheitslücken, hohen Speicherverbrauchs und massiver Performanceprobleme für Microsoft-Verhältnisse zum Flop entwickelt. Turner hatte überdies in seiner Keynote gesagt: «Sie werden keine Probleme bei der Nutzung von Smartphones mit Windows Phone 7 haben und Geräte beim Telefonieren so halten können wie Sie möchten.» Apple hatte Nutzern des iPhone 4 zunächst empfohlen, die in den Gehäuserand integrierte Antenne nicht mit den Fingern zu verdecken. Erste Geräte mit Microsofts neuem mobilen Betriebssystem Windows Phone 7 werden für den Herbst erwartet.

(hst)