«Mindwave Control»

05. Juni 2018 14:28; Akt: 05.06.2018 14:28 Print

Schweizer Künstler steuert Lampe mit Gedankenkraft

Wenn sich Marc Simon Frei entspannt, geht ihm ein Licht auf – und das wortwörtlich. Der Künstler kann eine Lampe nur mit seinen Gedanken steuern.

Kann mit Gedanken eine Lampe steuern: Marc Simon Frei. (Video: TOB)
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Es tönt ein bisschen nach Science-Fiction, ist aber Realität. Der Künstler Marc Simon Frei kann technische Geräte per Gedanken steuern. Wie das genau funktioniert, hat er 20 Minuten erklärt. Seine Apparatur funktioniert so: Entspannt er sich, so geht das Licht an. Konzentriert er sich, so erlöscht die Glühbirne.

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Für sein Projekt «Mindwave Control» hat der Urner bestehende Technologien zu etwas Neuem verbunden. Mit einem speziellen Stirnband misst er Hirnströme. Aus dem Elektroenzephalogramm (EEG) zieht er bestimmte Werte. Wenn diese zuvor definierte Vorgaben übersteigen oder unterschreiten, wird ein Befehl ausgelöst. In diesem Fall eine Lampe ein- oder ausgeschaltet. «Ich kann aber rein theoretisch jedes technische Gerät damit de- oder aktivieren», sagt Frei.

Blick in die Zukunft?

Rund eine Woche lang hat er an der Apparatur getüftelt und gebaut. Dass es gar nicht so einfach ist, die Lampe zu steuern, zeigt sich bei einem Selbsttest des Autors. Beim ersten Versuch will es nicht klappen. Erst als die Augen geschlossen werden, beginnt die Glühbirne zu leuchten. Das Projekt symbolisiert für den Urner die Zukunft: «Es zeigt, was noch auf uns zukommen könnte.» Und er fügt an: «Ich hoffe aber dann nicht immer ein Stirnband tragen zu müssen.»

Dass Hersteller solche Computer-Hirn-Schnittstellen zur Realität machen wollen, zeigt auch das Projekt Pontis von Samsung. Dabei kann ein TV mit Gedanken gesteuert werden. Entwickelt wurde das Projekt zusammen mit der Hochschule Luzern. Die Nutzer konzentrieren sich dabei auf ein Schachbrettmuster auf dem TV-Gerät. Den Kästchen sind verschiedene Funktionen zugewiesen. So kann der Kanal gewechselt oder auch die Lautstärke angepasst werden. Sobald die Technologie ausgereift ist, soll sie Menschen mit Behinderung helfen.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Rächer am 05.06.2018 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Pipifax

    Das ist doch gar nichts. Mit meiner reinen Gedankenkraft habe ich meine Finger so gesteuert, dass dieser Kommentar zustande kam.

  • Herr Paternoster Live aus der Chnelle am 05.06.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    ja henau

    kann der Schweizer Künstler auch unser Chef nach hause steuern mit reiner Gedankenkraft

  • Technologie am 05.06.2018 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    profilieren?

    Ich als Gamer kenne diese Technologie seit über 2 Jahren...... Jetzt kommt ein "künstler" und will sich profilieren .... "lol"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heidi Heidnisch am 05.06.2018 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ab ins All

    Mit Gedankenkraft. Die gedankliche Lösung um die Lichtgeschwindigkeit zu multiplizieren.

  • Dani B. am 05.06.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    "Alphawellen-Feedback"

    Die Bauanleitung gab es schon 1970 zum zusammenlöten. Die Anwendung braucht etwas Übung.

  • Peter Panopoppolos am 05.06.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Reingefallen

    Ein Künstler der was kann, unmöglich!! Reingefallen...

  • Lauch am 05.06.2018 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Neu?

    "...bestehende Technologien zu etwas Neuem verbunden." Und was genau soll das "Neue" sein? Wie sogar der Artikel sagt, ist die Technik bereits bestehend. Gut, es kommt vielleicht keiner auf die Idee, damit noch so etwas banales zu machen denn die Technik ist schon um einiges weiter als ein blosses 1/0-Signal zu senden. Gratulation, Sie haben es geschafft eine bestehende Technik für einen völlig banalen Zweck zu entfremden.

  • Mike Zac am 05.06.2018 15:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blicke auf sich ziehen

    kann ich auch.