AR.Drone

23. April 2011 14:47; Akt: 08.07.2012 15:51 Print

Die Billig-Drohne im Test

Mit dem Quadrocopter von Parrot ist der Kauf einer Mini-Drohne erstmals auch für Privatpersonen erschwinglich geworden. 20 Minuten Online hat sich das Teil mal genauer angeschaut.

(Quelle: YouTube/ARdrone)
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Die AR.Drone wird ohne Fernbedienung geliefert, gesteuert wird sie über das iPhone, den iPod touch oder den iPad. Dazu muss vorgängig die kostenlose Applikation «AR. Drone Free Flight» aus dem App Store heruntergeladen werden. Die Steuerung geht intuitiv von der Hand, der Quadrocopter reagiert auf den im Apple-Gerät verbauten Bewegungssensor. Die Kommunikation basiert auf Wi-Fi.

Integrierte Kameras

Einmal gestartet, sorgen vier Rotoren mit 35 000 Umdrehungen in der Minute für den nötigen Auftrieb. Die Drohne positioniert sich automatisch in einer Höhe von einem Meter. Auf dem Handy erscheinen das Live-Bild der Quadrocopter-Kamera sowie zwei kleine Steuerungs-Buttons. Die Bilder aus der Vogelperspektive werden mittels einer Frontkamera, sowie einer am Bauch angebrachten Linse eingefangen. Die Aufnahmen werden allerdings nicht gespeichert. Wer ein Foto machen will, muss auf die Screenshot-Funktion (gleichzeitig Home-Button und Off-Taste drücken) des iPhones zurückgreifen.

Notfall-Button

Mit dem rechten Touchbutton kann sie nach oben gehoben, beziehungsweise nach unten gesenkt, sowie nach rechts und links gelenkt werden. Wird der linke Button gedrückt, lässt sie sich durch Kippen und Neigen des iPhones steuern. Droht der Kontrollverlust, werden die Rotoren durch Druck auf die Emergency-Taste getrennt und die AR.Drone fällt zu Boden. Aufgrund ihres geringen Gewichtes von knapp 400 Gramm empfiehlt es sich das Fluggerät nur bei windstillen Verhältnissen steigen zu lassen.

Akku macht schlapp

Der Flugspass ist zeitlich allerdings begrenzt. Bei voller Akkuladung war im Test nach zehn Minuten Schluss und die Batterien mussten wieder für ganze 90 Minuten mit der Steckdose verbunden werden. Im App Store stehen auch kostenpflichtige Applikation von Drittanbietern zur Verfügung. Mit ihnen lassen sich beispielsweise Infos zur Flughöhe oder zum Tempo auswerten.
Die im Test zum Einsatz gekommene AR.Drone wurde vom Onlinehändler Digitec zur Verfügung gestellt, der sie für 345 Franken im Angebot führt.

Fazit: Das Fliegen mit der AR.Drone bereitet eine Menge Spass. Mit etwas Übung lässt sie sich schon nach kurzer Zeit mehr oder weniger problemlos steuern. Der Blick aus der Vogelperspektive ist faszinierend und das Preis- Leistungsverhältnis ist okay. Getrübt wurde der Flugspass allerdings durch die bescheidene Akkuleistung. Hier ist zu hoffen, dass Parrot künftig eine bessere Lösung anbieten wird. Zudem wäre es wünschenswert, wenn sich die mittels den Kameras eingefangenen Bilder direkt speichern lassen würden.

(mbu)