Start-up aus Wien

05. Juli 2018 21:49; Akt: 05.07.2018 21:49 Print

«Wollen das Apple unter den Lampenbauern sein»

Schlichtes Design mit 300 LEDs. Mit einer Lampe will ein Start-up aus Österreich den Markt der intelligenten Leuchten aufmischen.

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Das österreichische Start-up Luke Roberts hat mit seiner smarten Lampe Model F einen Volltreffer gelandet. Als die Gründer ihre Idee 2015 auf Kickstarter stellten, kamen innerhalb kurzer Zeit mehr als 450'000 Franken zusammen.

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Nun ist aus der Idee von damals ein fertiges Produkt geworden, das an erste Kunden ausgeliefert wird. 20 Minuten konnte das Model F bereits ausprobieren. Das Design ist schlicht, aber schön, was für ein Produkt, das eine sehr breite Kundschaft ansprechen soll, auch notwendig ist.

Lampe mit 300 LEDs

Im Gegensatz zu anderen smarten Leuchtmitteln, etwa den Hue-Glühbirnen von Philips, hat das Model F einiges mehr an Tricks auf Lager. Hängt die Lampe erst mal an der Decke, so kann sie via Bluetooth über eine App gesteuert werden. Praktisch, da man im Gegensatz zu einer WLAN-Lösung keinen zusätzlichen Hub benötigt.

Mit dem Model F können unzählige Beleuchtungs-Szenarien gewählt werden. Die Favoriten lassen sich abspeichern. In der Fassung befinden sich über 300 LEDs und Linsen. Das ermöglicht es Nutzern, das Licht raumfüllend zu verbreiten oder gezielt im Raum als Spot zu richten. So kann man zum Beispiel einen Lesesessel gezielt mit Licht fluten, während der Rest des Zimmers mit indirektem und weichem Licht beleuchtet wird.

Malen mit Licht

Clever gelöst ist das Aktivieren von Spotlichtern. So kann man via App einfach die Spot-Bereiche in einem Kreis ausmalen (siehe Video). Je mehr man einen Bereich ausfüllt, desto heller wird es an diesem Ort. Dabei kann man aus einem grossen Farb- und Lichttemperaturspektrum wählen, wobei Farben auch kombiniert werden können.

So lässt sich das Licht mit der Lampe steuern. (Video: Luke Roberts/20M)

Smart ist die Lampe deshalb, weil sie vom Verhalten der Nutzer lernt und ihm Lichtszenen, die zur Tageszeit und zur Aktivität passen, vorschlägt. Praktisch ist auch, dass sich die Lampe über den normalen Lichtschalter steuern lässt, etwa wenn Gäste im Haus sind und diese die App nicht installiert haben. Zudem kann das Model F auch als Lichtwecker genutzt werden. Gebaut wird die Leuchte in Österreich.

Design, Bedienung und Licht: Das Model F wirkt äusserst durchdacht. Die App ist ebenfalls clever und das Zeichnen mit Licht ist ein echter Hingucker. Da wundert es auch nicht, dass die Gründer hohe Ansprüche haben: «Wir wollen quasi das Apple unter den Lampenherstellern sein», sagt Mitgründer Robert Kopka. Das Start-up siedelt sich darum im Premiumsegment an, was sich auch beim Preis abzeichnet: Die Lampe kostet rund 800 Franken.

(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sophia am 05.07.2018 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Also möglichst billig in der Produktion und überrissen viel kosten. Danke für die Warnung.

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  • Informatiker am 05.07.2018 22:42 Report Diesen Beitrag melden

    Im Gegenteil

    Bluetooth ist für Einzelgeräte interessant. Lampen hat man in der Regel mehrere (u.U. in Abhängigkeit untereinander) und übere mehrere Steuerungselemente (Handy, Sprachassistent, Fernbedienung, Wandschalter). Deshalb wäre eine netzwerkartige Verbindung über einen WLAN-Hub massiv intelligenter und zukunftsweisender. So ist das eher das Sony Ericsson unter den Lampen.

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  • Herr Paternoster Live us de Chelle am 06.07.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    liebe Lampenbauern das gibt es schon lange, es nennt sich Philips HUE

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Adrian Müller am 06.07.2018 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Etwas kaputt alles weg

    Ausser mal der sehr teure Preis, der sich durch die vielen LEDs erklären lässt, finde ich einfach das man die ganze Lampe wieder abmontieren muss, wenn nur etwas nicht mehr funktioniert. Bei den intelligenten Birnen muss man zumindest nur die Birne wegschmeissen, die es betrifft. Ausserdem werden die LEDs vielleicht nicht gleichmässig genutzt so werden einige schneller draufgehen (wenn auch erst in Jahren ) als andere. Und nur mit einem Produkt wo es in dieser Art schon ähnliche gibt, kann man sich nicht mit Apple vergleichen. Die haben das Handykonzept in eine neue Richtung gelenkt.

  • Herr Paternoster Live us de Chelle am 06.07.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    liebe Lampenbauern das gibt es schon lange, es nennt sich Philips HUE

    • Luke Roberts am 06.07.2018 13:33 Report Diesen Beitrag melden

      erste Lampe mit Directional Lighting

      Die Leuchte kann viel mehr als nur die Farbe wechseln. Es ist die erste Lampe mit Directional Lighting. Das bedeutet, dass das Licht gezielt in eine bestimmte Richtung gesteuert werden kann. Gleichzeitig können Farbe und Intensität des Lichts eingestellt werden. Die Lichtszenen werden auf deinem Smartphone gespeichert und können nach Bedarf abgerufen werden. Die Lampe lernt aus deinem Verhalten und kann deine individuellen Präferenzen nach kurzer Zeit automatisch wiedergeben. Die Lampe ist ca. so hell wie 5 Philips Hue Glühbirnen und benötigt auch keine Lampenfassung.

    • Graviton am 06.07.2018 15:31 Report Diesen Beitrag melden

      Go Hue!

      Mit dem Unterschied, dass ich für das Geld einer Lampe, meine ganze Wohnung mit Hue ausstatten kann. Ich hab alle meine Leuchten Zuhause mit Hue ersetzt. In Zusammenhang mit Ambilight ist es schlicht Genial. Lichter beim gehen vergessen aus zu schalten? Passiert nicht mehr, da wenn ich das Haus verlasse alle Lichter aus gehen. usw.

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  • Reto Kleinstein am 06.07.2018 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Apps nein Danke bei Hardware im Hause

    so umständlich, ewigs das doofe Handy zum Steuern rumschleifen mühsam App suchen Starten warten bis es verbindet. In 2 Jahren dann probleme wen Updates anstehen fürs Handy vielleicht geht dann die App nicht mehr da noch nicht weiterentwickelt, ect. Ein Schalter oder Fernbdienung ist 100 mal schneller und besser.

    • Luke Roberts am 06.07.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      Kann auch mit Schalter gesteuert werden

      Unsere Leuchte lässt sich auch mit dem Lichtschalter steuern. So können sie beispielsweise per Lichtschalter zur nächsten Lichtszene wechseln. Außerdem lernt die Leuchte vom Nutzerverhalten und wähl beim Einschalten durch den Lichtschalter automatisch jene Lichtszene, die zu der entsprechenden Zeit am häufigsten genutzt wird. Des Weiteren arbeiten wir an der Integration von Sprachassistenten, die das Steuern noch einfacher und schneller machen.

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  • Thomas am 06.07.2018 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das wird nicht klappen

    Und wie kontrolliere ich das Licht, wenn ich nicht zu Hause bin. Ohne Gateway keine Chance. Bin mit meinen Philips Hue Lampen super zufrieden. Die neue Firma mit ihren Leuchten kann sich nur durchsetzen, wenn sie IFTTT unterstützen sowie andere Standards wie ZigBee, KNX usw. Mit fehlenden Gateway wohl kaum möglich.

  • Sara am 06.07.2018 03:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Diese Lampe gefällt mir sehr, ist nichts für Bünzlis.....