Besuch bei Microsoft

20. August 2017 15:49; Akt: 21.08.2017 19:52 Print

Wie man mit künstlicher Intelligenz Mücken fängt

Künstliche Intelligenz (KI) hat grosses Potenzial, mit ihr lassen sich zum Beispiel auch Insekten fangen. In der Branche hat das Thema deshalb höchste Priorität.

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Künstliche Intelligenz (KI) ist nichts Neues. Schon in den 1950er-Jahren wurde damit experimentiert. Die Technologie erlebt derzeit aber einen Höhenflug. «Bei uns forscht einer von vier Mitarbeitern an künstlicher Intelligenz», sagt Eric Horvitz, Direktor von Microsoft Research.

Umfrage
Sollte an künstlicher Intelligenz geforscht werden?
66 %
14 %
20 %
Insgesamt 1431 Teilnehmer

Die Wissenschaftler haben im letzten Jahr mehrere Meilensteine erreicht: So können Computer nun besser sehen und hören als wir. Ähnliches passiert auch in anderen Bereichen, etwa der Gestenerkennung oder dem fundamentalen Verständnis von Texten. Auch in der Früherkennung von durch Mücken übertragenen Epidemien wird KI eingesetzt (siehe Bildstrecke).

Mensch und Maschine

Viele Menschen haben heute eine falsche Vorstellung von KI. Mit dem apokalyptischen Szenario à la Skynet aus «Terminator» hat sie wenig am Hut. KI ist derzeit kein allwissender Algorithmus, sondern vielmehr ein spezialisierter Profi, der ihm zugeteilte Aufgaben sorgfältig erledigt. «Wir haben beispielsweise ein Programm entwickelt, das Lymphknoten betrachtet und so Brustkrebs erkennt», sagt Horvitz.

Allerdings war die künstliche Intelligenz darin schlechter als ein menschlicher Arzt. «Als wir Mensch und Maschine zusammenarbeiten liessen, sank die Fehlerquote jedoch von 3,4 auf 0,5 Prozent», sagt Horvitz.

Hier liegt für ihn die Essenz der Technologie: Es gehe ihm darum, Menschen zu helfen, zu unterstützen oder zu schützen. «Insofern stecken wir gar in einem ethischen Dilemma, da es ja eigentlich gar nicht schnell genug gehen kann, bis künstliche Intelligenz grossflächig zum Einsatz kommt.»

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(tob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzlig am 20.08.2017 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    Menschliche Intelligenz findet in der Quantenmechanik statt, und wird in den Essenz Elektronen gespeichert, für immer und ewig

  • Peter Vogel am 21.08.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ki vs Algorithmus

    Ein Programm, dass Insekten sortieren kann ist noch lange nicht intelligent. Das ist einfach ein komplexer Algorithmus. Die Medien sollten etwas mehr darauf achten wann der Begriff KI / AI angebracht ist und wann nicht. Ein Computer ist auch keine Zauberkiste sondern einfach eine Maschine mit fest einprogrammiertem Verhalten.

  • Te Rasse am 20.08.2017 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch oder Maschine

    Gutes Klavierspiel besteht aus Vernuft, Gefühl und technischen Mitteln. Ohne Vernuft sind Sie ein Disaster, ohne Technik ein Amateur, ohne Herz eine Maschine.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 21.08.2017 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Noch hat kein System

    den Turing-Test überstanden. Aktuell liegt die Herausforderung bei 25 Min. Solange soll ein Mensch der mit Hilfe eines Terminals irgendwelche Fragen stellt nicht herausfinden können ob ihm ein anderer Mensch oder eine Maschine antwortet. Die KI-Forschung ist aber nicht mehr weit davon entfernt denn aktuell können alle möglichen Dateiformate in eine Wissensdatenbank integriert und in einen logischen Bezug zueinander gesetzt werden. Mit Näherungs-Algorhythmen lässt sich z.B. die humane Art der Bilderkennung simulieren, was ist eine Anopheles- und was ist eine Tiger-Mücke und was ist neu.

    • Leser am 21.08.2017 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Selbst wenn

      der Turing Test bestanden wird ist es nur eine Maschine, die menschliches Verhalten gut vortäuschen kann... mehr nicht!

    einklappen einklappen
  • Peter Vogel am 21.08.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ki vs Algorithmus

    Ein Programm, dass Insekten sortieren kann ist noch lange nicht intelligent. Das ist einfach ein komplexer Algorithmus. Die Medien sollten etwas mehr darauf achten wann der Begriff KI / AI angebracht ist und wann nicht. Ein Computer ist auch keine Zauberkiste sondern einfach eine Maschine mit fest einprogrammiertem Verhalten.

  • Typhoeus am 21.08.2017 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gescheites Programmieren erzeugt

    künstliche Intelligenz.

  • Luigi Rotta am 21.08.2017 06:49 Report Diesen Beitrag melden

    Stein der Weisen

    Künstliche Intelligenz ist das Perpetuum Mobile der Informatik. Lange haben Gelehrte und Wissenschaftler geglaubt, es sei möglich. Heute weisse jeder: das gibt es nicht. Was heute möglich ist sind sehr mächtige Wissenssysteme, die ihr Wissen sehr schnell und umfassend abrufen können. Aber das ist nicht Intelligenz.

  • Michi Popov am 20.08.2017 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    Warum so einseitig berichtet?

    Warum sagen Grössen wie Elon Musk oder Stephen Hawking, das die KI gefährlicher ist als Atomwaffen? Warum mussten neulich 2 Chatbots von Facebook getötet werden, weil sie ihre eigene uns Menschen unverständliche Sprache entwickelt haben. Es ist schon klar das wir nicht gerade von irgendeinem Programm versklavt werden. Ich bin dafür das an KI geforscht wird aber mit grösster Vorsicht!