Operation b49

10. September 2010 09:38; Akt: 03.11.2010 14:11 Print

Sieg gegen Cyberkriminelle

Die Betreiber des Botnetzes Waledac müssen Microsoft 276 Domains übergeben. Das hat ein US-Richter angeordnet.

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Botnetze bestehen aus gekaperten Computern, deren Besitzer davon meistens nichts erfahren.

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Ein Richter des Bezirksgerichts von East Virginia hat entschieden, dass die Angeklagten Microsoft 276 Domains abtreten müssen. Die Beklagten waren allerdings nicht vor Gericht erschienen. Wie es in einem Blogeintrag der Redmonder heisst, wurde stattdessen eine Denial-of-Service-Attacke gegen Rechner der Anwaltskanzlei gestartet, die Microsoft vertritt. Im Frühjahr hatte das Unternehmen im Rahmen des Experiments Microsoft Active Response for Security (MARS) technische und rechtliche Schritte kombiniert, um das Botnet zu bekämpfen. Waledac war einst unter den Top 10 zu finden und vor allem für Spamversand bekannt. Ein Botnet ist ein Zusammenschluss von Rechnern, welche übernommen wurden, ohne dass ihre rechtmässigen Besitzer dies bemerken. Wie es im Blogeintrag weiter heisst, sei Waledac kaum noch aktiv, Ende August gehörten ihm aber immer noch etwa 58 000 Rechner an. Auf einer Hilfeseite gibt Microsoft Tipps, wie man seinen Rechner säubern kann.

Kein klarer Marktführer

In einer Studie zur Zukunft der Smartphone-Betriebssysteme haben die Marktforscher von IDC vorausgesagt, dass sich die Marktanteile von Windows Phone 7 und iOS in den nächsten vier Jahren einander annähern sollen: Bis 2014 soll Microsofts Software von 6,8 Prozent auf 9,8 Prozent zulegen, das iOS soll dann auf 10,9 Prozent aller Smartphones laufen - heute sind es 14,7 Prozent. Der Marktanteil von Googles freiem OS Android soll von 16,3 auf 24,6 Prozent steigen, BlackBerry OS soll mit 17 Prozent Marktanteil stagnieren, Symbian soll mit 33 Prozent Markführer bleiben. Heute liegt es bei 40 Prozent.

(hst)