Consumer Electronics Show

07. Januar 2011 09:32; Akt: 08.01.2011 01:23 Print

Oberflächlich betrachtet

Mit Surface 2.0 hat Microsoft seinen Touchscreen-Tisch geschrumpft und preisreduziert. Die interessanteteste Neuerung ist aber eine andere.

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Windows Vice President Mike Angiulo zeigte Surface 2.0 in Steve Ballmers Keynote.

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In seiner Keynote am Abend vor der Eröffnung der CES 2011 hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer Surface 2.0 nur kurz vorgestellt. An Microsofts Stand können Besucher den Tisch-PC aber ausgiebig testen.

Surface 2.0 kommt mit einer Technologie namens Pixel Sense zum Kunden, welche Microsoft entwickelt hat. Grob verkürzt, wird nun jedes Pixel zur Kamera. Vorher war der Rechner mit deren fünf ausgestattet. Dank Pixel Sense sollen Objekte und einzelne Finger erkannt werden - Surface 2.0 soll bis zu 50 gleichzeitige Berührungen des Bildschirms verarbeiten können. Steve Ballmer und Windows Vice President Mike Angiulo hatten dies in der Keynote kurzzeitig mit ihren vier Händen ausprobiert - und es hatte funktioniert.

Hardware-Partner Samsung

Statt rund 12 000 US-Dollar wie bei der Vorgängerversion werden für die Basisvariante nun 7600 fällig. Das Betriebssystem des Rechners ist Embedded Windows 7 Professional 64-Bit zum Einsatz. Der als Reminiszenz an den neuen Hardware-Partner auch als Samsung SUR40 bezeichnete PC läuft mit AMDs 2,9-Gigahertz-Prozessor vom Typ Athlon-II. Ausserden sind eine DirectX-11-Grafikkarte (AMD Radeon HD 6700M) und vier Gigayte Arbeitsspeicher an Bord. Das 40-Zoll-Display bietet Full-HD-Auflösung (1920 x 1080). Dank Gorilla-Glas soll es beispielsweise Stürze von Gläsern aus rund 50 Zentimetern Höhe überstehen.

Das hat seinen Sinn, denn Surface ist beispielsweise für Bars gedacht, die auf dem Rechner Spiele laufen lassen oder das eigene Angebot bewerben wollen. Zu den ersten Grosskunden, die den neuen Rechner nutzen werden, gehören die Hotelkette Sheraton und die Royal Bank of Canada, deren Anwendungen Windows Vice President Mike Angiulo in Steve Ballmers Keynote kurz gezeigt hatte. Kunden können sich über den Rechner anmelden und zum nächsten freien Schalter lotsen lassen. Angiulo hatte in der Präsentation auch einen Surface-PC gezeigt, der an der Wand hing. Die vorige Version war dafür zu sperrig.

Auf der firmeneigenen Website hat Microsoft überdies ein Software Development Kit (SDK) für Surface 2.0 angekündigt. Wann genau es verfügbar sein soll, ist noch nicht bekannt.

(hst)