Applikationen

17. Dezember 2010 09:45; Akt: 17.12.2010 16:03 Print

4300 Anwendungen für Windows Phone 7

Das Angebot an Apps für das neue Betriebssystem wächst stetig. Und Hotmail kriegt dynamische Postfächer. Sicherheitsbedenken hat Microsoft nicht.

So soll die Verteilung nach Kategorien aussehen.
Quelle: W7applist.com

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Vor drei Wochen waren es noch 2500, nun sind es laut einer Statistik der Entwicklerseite w7applist.com rund 4300 Apps, die für Windows Phone verfügbar sein sollen. 22 Prozent sind Spiele, 15 Prozent Tools und elf Prozent sollen aus der Kategorie Entertainment stammen. 71 Prozent der Anwendungen sollen kostenpflichtig sein. Ihr durchschnittlicher Preis soll 1,41 US-Dollar betragen. Weil Microsoft schon länger nicht mehr Zahlen veröffentlicht hat, ist die Statistik von w7applist.com nur als Trendwert zu sehen. In Apples App Store sind rund 300 000, in Googles Android Market etwa 100 000 und in Nokias Ovi Store knapp 20 000 Anwendungen verfügbar.

Ab sofort ist das Spiel «Game Chest: Logic Games» erhältlich: Ein Besitzer eines Smartphones, auf dem Windows Phone 7 läuft, kann damit gegen einen Windows-PC-Nutzer antreten. Um gegen einen Computeranwender zu spielen, schickt man ihm einfach eine Einladungs-E-Mail. Auf dem Rechner startet man das Game über die Xbox LIVE-Website im Browser. Das Spiel kostet 2,99 US-Dollar. Vor einigen Monaten hatte Microsoft übergreifende Games für PC, Xbox 360 und Windows-Smartphones vorgestellt. Wer auf einem Gerät anfängt, kann auf dem nächsten weiterspielen.

In einem Blogeintrag hat Microsoft Hotmail Active Views vorgestellt. Grob verkürzt, werden E-Mails dank JavaScript dynamisch. Unternehmen können Kunden also Websites ins Postfach schicken, die dann aktualisiert werden, wenn jemand die Nachricht öffnet. So sollen Nutzer Zeit sparen. Theoretisch könnte dies aber auch von Cyberkriminellen ausgenutzt werden, weil sie so leicht Schadcode auf fremden Rechnern einschleusen könnten. Dass man bei Attachments vorsichtig sein muss, dürfte sich bei den meisten herumgesprochen haben. Die Risiken von JavaScript-Nachrichten dürften der grossen Masse unbekannt sein. Dick Craddock von Microsoft schreibt dazu im Blog nur, man habe eine Möglichkeit gefunden, JavaScript in einer Nachricht isoliert ausführen zu lassen, so dass kein Schaden am Rechner angerichtet werden können soll. Erste Unternehmen, die Active Views für Werbung nutzen wollen, sind das Hotelportal Orbitz und die Jobsuchmaschine Monster.com. Google bietet Anwendern von Gmail bislang nur die Möglichkeit, YouTube-Videos und Flickr-Bilder direkt in einer Nachricht anzeigen zu lassen.

(hst)