Panoramadienst

05. Oktober 2010 15:04; Akt: 06.10.2010 11:13 Print

Wenn tagsüber der Mond aufgeht

Vergangene Woche startete Street View auch in Irland. Einige Nutzer zeigen unmissverständlich, was sie davon halten. Es sind nicht die ersten kuriosen Bilder in Googles Angebot.

Bildstrecke im Grossformat »
In Miami wurde eine junge Frau vor der eigenen Haustür «erwischt». Google reagierte und liess die hüllenlosen Bilder verwischen. Diese junge Mutter weiss sich zu wehren. Kaum ist Street View Mitte November 2010 in 20 deutschen Städten an den Start gegangen, ist dieser Schnappschuss aufgetaucht. Im Oktober 2010 machte dieses Foto aus dem irischen Ballintyre Hall Schlagzeilen. Ein Passant drückt unmissverständlich aus, was er von Street View hält. Im Oktober 2010 sollen laut gizmodo.com.br diese beiden Leichenbilder aus Rio de Janeiro und... ... Belo Horizonte zu sehen gewesen sein. Im August 2010 machte dieses Bild einer vermeintlichen Leiche am Strassenrand Schlagzeilen. Dabei handelte es sich allerdings um Azura Beebeejaun aus dem britischen Worcester, die sich zufällig während eines Spiels wie tot auf die Fahrbahn gelegt hatte. Im britischen Hawes, Yorkshire, wurde dieses Bild gemacht, bei dem die Kamera wohl nicht ihren besten Tag hatte. Mit Street View auf dem Strich. In Cradley, westlich von Birmingham, haben sich riesige Kneifzangen aufs Bild geschlichen. Offenbar hat der Google-Fahrer an der Kamera herumhantiert und vergessen, sie dabei auszuschalten. Diesem Snowboarder passt es nicht, dass Google die Pisten in Whistler Mountain abfotografiert hat. Immer wieder macht Street View von sich reden. Zum Beispiel wegen dieses Mannes, der wohl beim Verrichten seiner Notdurft fotografiert wurde. Zum Beispiel, wenn ein Reh vor eines der Google-Fahrzeuge springt ... ... oder wenn die Street-View-Kameras spektakuläre Unfallbilder einfangen. Erwischt beim ersten Kuss. 20-Minuten-Online-Leser Arnaud Zehnder fotografierte dieses Street-View-Fahrzeug heute Morgen in Genf ... ... und Leser Pascal Mathys bekam eines der Google-Autos in Bern vor die Linse. Natascha Bürge schickte 20 Minuten Online dieses Bild aus Dübendorf. Mobile-Reporter Thomas Hegglin sichtete dieses Google-Earth-Auto in Oberwinterthur - mit eingeklappter Kamera. La Neuveville BE, von Fabian Küng. Beim Glattzentrum in Wallisellen entdeckte Zafer Akin ein Google-Auto. Bertrand Kolb schickte uns diesen Schnappschuss.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Vergangene Woche startete Google Street View auch in Irland. Nutzer könnten mit dem Dienst virtuelle Spaziergänge am PC unternehmen. Dass manche das Vorbeifahren der Kamerafahrzeuge ausnutzen, um ihre Meinung nonverbal zu äussern, hatte am Freitag die «Irish Times» berichtet. Passanten zeigten ihren entblössten Hintern. Das in Dublin aufgenommene Bild ist mittlerweile entfernt worden. Doch weiterhin ist das in der obigen Bildstrecke zu sehende Foto aus Ballintyre Hall in Street View zu sehen.

Immer wieder macht Googles Angebot mit einzelnen kuriosen Schnappschüssen Schlagzeilen, von denen die meisten aber zügig gelöscht werden. Wer ein solches Bild sieht, kann es dem Suchmaschinisten über den Link «Ein Problem melden» senden. Ein paar ungewöhnliche Bilder aus den vergangenen Jahren sind in der obigen Fotostrecke zu finden. Gestern hatten Leichenbilder aus Brasilien Schlagzeilen gemacht.

Warten auf das Urteil

Nach einem Unterbruch von mehreren Monaten schickt Google seine Autos seit Anfang August wieder auf Schweizer Strassen. Auf seiner Internetseite gibt Google jeweils bekannt, wo die Fahrzeuge unterwegs sind. Das Aufschaltverbot und die Ankündigung der Fahrten in einem Wochen-Intervall gehen auf eine Vereinbarung zurück, die Google mit dem Eidgenössischen Datenschützer Hanspeter Thür im Dezember 2009 getroffen hat. Sie gilt vorübergehend, bis das Bundesverwaltungsgericht über eine Klage Thürs gegen Google Street View entschieden hat. Hanspeter Thür wirft Google vor, zahlreiche Gesichter und Autonummern gar nicht oder nur unzureichend zu verwischen.

Laut Google wollen 81 Prozent derjenigen Schweizer, die Street View schon einmal genutzt haben, dies auch in Zukunft tun. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts TNS Infratest, die Mitte Oktober 2009 durchgeführt wurde. In den ersten Wochen nach der Lancierung von Google Street View in der Schweiz haben ist das Nutzungsvolumen auf maps.google.ch um 80 Prozent gestiegen.

(hst)