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17. August 2010 10:44; Akt: 17.08.2010 11:54 Print

Häuserfotos nun entfernbar

Der Internetkonzern hat am Dienstagmorgen die Online-Widerspruchsmöglichkeit gegen die Veröffentlichung von Häuseransichten in seinem Strassenfotodienst Street View aktiviert.

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Google Street View - hier ein Bild aus Zürich: Nun kann man auch in Deutschland online Widerspruch einlegen.

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Über die Internetseite google.de/streetview können sich Mieter und Hauseigentümer auf ein Formular durchklicken, über das sie die Ausblendung ihres Hauses beantragen können. Wenn Street View im Herbst in Deutschland eingeschaltet werden soll, sind diese Häuser nicht zu sehen, wie der US-Konzern verspricht. Es haben bereits Tausende Bürger per Brief oder Mail Widerspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Häuser eingelegt. Das neue Online-Widerspruchsformular soll bis zum 15. September funktionieren.

Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) forderte Google auf, die Widerspruchsmöglichkeiten auszuweiten. Dem «Hamburger Abendblatt» sagte Aigner: «Das gesamte Widerspruchsverfahren muss transparenter werden.» Die Ministerin betonte, dass sie die von Google eingeräumte Vier-Wochen-Widerspruchsfrist für die Bürger in den 20 vorerst betroffenen Städten für zu kurz hält. «Eine Verdoppelung der Frist auf acht Wochen wäre wünschenswert», sagte sie.

Auch kleinere Gemeinden sollen kommen

Der Street-View-Service geht in Deutschland laut Google noch in diesem Jahr in Betrieb. Bis Jahresende soll er für die 20 grössten Städte Deutschlands laufen, später auch für kleinere Gemeinden. Der US-Konzern machte einige Zugeständnisse: Gesichter und Nummernschilder auf den Bildern werden wie in anderen Ländern unkenntlich gemacht. In anderen Ländern wie den USA oder Frankreich läuft Street View bereits.

(ap)