Offenes System

25. Juli 2013 17:23; Akt: 25.07.2013 17:23 Print

Google greift Apple mit Chromecast an

Funk-Stick statt Settop-Box: Google bringt für 35 Dollar ein Minigerät auf den Markt, mit dem sich Internet-Inhalte von Smartphones, Tablets und Computern auf den Fernseher streamen lassen.

Ein Promo-Video zu Chromecast. (Quelle: youtube.com)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Kampf der Tech-Unternehmen um die Wohnzimmer der Kunden hat Google einen wichtigen Schritt gemacht. Chromecast ist 35 Gramm leicht und gerade mal 7 Zentimeter lang: Doch das neue Minigerät, das mit einem lokalen Netzwerk gekoppelt wird, dürfte die Konkurrenz so richtig ins Schwitzen bringen. Man steckt es einfach in einen HDMI-Eingang des Fernsehers und kann so alle möglichen Internet-Inhalte auf dem grossen Bildschirm geniessen.

Dabei sind die Käufer nicht an ein einzelnes Betriebssystem gebunden. Es lassen sich hochauflösende Inhalte (Full-HD) von Geräten mit diversen populären Betriebssystemen streamen, von Windows, Mac OS X, Android, iOS und Chrome OS.

Der übergrosse USB-Stick mit Computerfunktionen bringt Inhalte von Youtube, dem hauseigenen Streamingdienst Google Play und der Online-Videothek Netflix auf den TV-Bildschirm. Die Inhalte werden über Apps der Anbieter auf dem Smartphone oder Tablet ausgewählt und dann über den Stick auf den Fernseher übertragen.

Vorerst nur in den USA

Die schlechte Nachricht aus Schweizer Sicht: Das Gerät wird vorerst nur in den USA erhältlich sein. Beachtlich ist der Preis: Mit 35 Dollar liegt Googles Fernsehstick deutlich unter der Settopbox Apple TV, die der Marktführer für 99 Dollar verkauft. Und natürlich ist man auch deutlich günstiger als die Spielkonsolen Xbox und Playstation, die ebenfalls Streaming ermöglichen.

Mit Chromecast verstärkt Google den Druck auf die Konkurrenz, das US-Magazin Forbes schreibt von einem Game Changer. Sprich: Die anderen Anbieter müssen mit neuen Funktionen nachziehen oder die Preise senken.

Allerdings ist anzumerken, dass Apple TV deutlich mehr Inhalte von Drittfirmen bietet. Zudem kann die Settop-Box nebst WLAN auch via Ethernet ans Internet angeschlossen werden, was schnellere und zuverlässigere Verbindungen ermöglicht.

Wichtiges Detail

Nach Möglichkeit lädt Chromecast Filme und Musik direkt aus dem Internet: Dann sind Computer, Smartphone oder Tablet nicht durch das Bereitstellen der Inhalte blockiert, sondern stehen als Second Screen beim TV-Gucken zur weiteren Nutzung zur Verfügung.

«Chromecast» ist nicht der erste Versuch von Google, in den Markt der TV- und Heimunterhaltung vorzudringen. Gemeinsam mit Partner Sony brachte der Konzern vor einigen Jahren sein Google TV auf den Markt. Der Erfolg der Software-Plattform für Settop-Boxen hält sich bislang in Grenzen.

(dsc/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Nötig am 25.07.2013 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strom

    Dieser Stick braucht aber auch noch strom, und dazu wird ein anderer teil mit an den usb anschluss angeschlossen. -sollte vielleiht auch noch gesagt werden.

    einklappen einklappen
  • Darf ich? am 25.07.2013 22:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder ein Versuch

    Birne mit Apple zu vergleichen. Der Stick ist nett aber keine Spur von Konkurrenz für z.Bsp. AppleTV. Dafür leistet es zu wenig. Wie bei Google Music hinkt Google der Konkurrenz aus welchem Grund hinter her?

    einklappen einklappen
  • Tom Meier am 25.07.2013 23:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur online Inhalte

    Was viele wahrscheinlich nicht wissen: Das Ding ist cool um Inhalte aus dem Netz zu streamen, eine Übertragung von Gerät zu Gerät ist nicht möglich! Man kann also keine Filme die offline auf einem Gerät sind zum chrome cast streamen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gianni am 27.07.2013 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnütz?

    Mhm.. So kann man mit Müll Geld machen. Erfindet mal etwas nützliches!

  • Franz Beckenbrauer am 27.07.2013 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Design

    Design, dafür zahle ich, meckert soviel daran rum wie ihr wollt, ich werde weiterhin Apple-Produkte kaufen.

  • Simon Fankhauser am 27.07.2013 03:45 Report Diesen Beitrag melden

    Inhalte?

    Die interessanten Inhalte schaffen es sowieso nicht in die Schweiz. Google Music ist hier ebensowenig verfügbar, wie die viele TV Streaming Dienste. Die wenigen, welche es bei uns gibt, sind überteuert. Ich brauche darum weder einen Fernseher, noch Apple TV oder Chromecast.

  • dani la na am 27.07.2013 01:29 Report Diesen Beitrag melden

    dlna?

    was ist denn da der unterschied zu dlna?

  • hansi am 26.07.2013 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pc bildschirm

    heisst das, das ding könnte meinen computerbildschirm ersetzen?