Datenschutz

13. Januar 2011 15:15; Akt: 25.01.2011 12:13 Print

Südkorea wirft Google Datenklau vor

Südkorea wirft Google vor, bei Street-View-Aufnahmen Internetadressen und Passwörter über ungeschützte Internet-Netzwerke gesammelt zu haben.

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Google soll bei Streetview-Aufnahmen persönliche Daten gesammelt haben. (Bild: Keystone)

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Die südkoreanische Polizei hat einen Verstoss des Internetunternehmens Google gegen Datenschutzgesetze festgestellt. Die Ermittlungsergebnisse wurden der Staatsanwaltschaft vorgelegt, wie die Polizei am Donnerstag bekannt gab.

Google habe demnach, so wie in anderen Ländern auch, bei Kamerafahrten für den Street-View-Dienst zwischen 2009 und 2010, E-Mail- und Internetadressen, Passwörter und andere persönliche Daten über ungeschützte drahtlose Internet-Netzwerke von Privathaushalten gesammelt.

Daten ausgewertet

Die Polizei habe über mehrere Monate hinweg Google-Festplatten mit Daten ausgewertet, sagte der leitende Beamte am Donnerstag. Google habe gegen geltende Datenschutzrechte verstossen. Die Staatsanwaltschaft werde nun entscheiden, ob offiziell Klage eingereicht werde.

Bei Bekanntwerden des Vorgangs entschuldigte sich Google nochmals, kritisierte aber das Ergebnis der Ermittlungen. «Wir haben mehrfach eingeräumt, dass das Sammeln der Daten ein Fehler war, sind jedoch über die Ankündigung enttäuscht, da wir glauben, dass Google und seine Mitarbeiter nicht gegen koreanisches Recht verstossen haben», sagte die für Korea zuständige Unternehmenssprecherin.

(ap)