Google Smartphone

31. Januar 2011 13:05; Akt: 31.01.2011 15:32 Print

Sicherheitsleck in Android

Kaum wird ein Bug beseitig, taucht auch schon der nächste auf. Die aktuelle Version von Gingerbread ermöglicht es Angreifern, auf die SD-Karte zuzugreifen.

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Das Nexus S ist zurzeit noch das einzige Android-Smartphone, auf dem Gingerbread läuft.

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Googles Smartphone-Betriebssystem Android machte in den vergangenen Wochen vermehrt wegen Software-Fehlern von sich reden. So landeten etwa Kurznachrichten beim falschen Empfänger, obwohl sie korrekt verschickt worden waren (20 Minuten Online berichtete). Auf dem Nexus S konnte zumindest dieser Bug mit dem Update auf die Firmware-Version 2.3.2 behoben werden. Ob das Update zu einem späteren Zeitpunkt für sämtliche Android-Smartphones angeboten wird, ist ungewiss.

In der Version 2.3 bestehen allerdings nach wie vor Lücken. Xuxian Jiang, Mitarbeiter der Abteilung für Computerwissenschaften der North Carolina State University, warnt davor, dass Angreifer infolge eines Software-Fehlers kompletten Zugriff auf die SD-Karte erhalten können. Dies geschieht beim Klick auf präparierte Links über den Smartphone-Browser. Jiang empfiehlt auf einen alternativen Browser wie Firefox umzusteigen, bis Google ein Bug-Fix anbieten kann.

Ein Patch sollte eigentlich die ursprünglich durch den Sicherheitsexperten Thomas Cannon aufgedeckte Lücke schliessen. Offenbar war er nicht so richtig ausgereift.

Vorschau auf Honeycomb

Vergangene Woche haben die Google-Entwickler einen ersten Einblick auf die kommende Android-Version 3.0. Als Erstes fallen die 3-D-Effekte im User-Interface auf. Die System Bar, in der Statusinformationen und Benachrichtigungen angezeigt werden, wird standardmässig in sämtlichen Apps angezeigt. Sollte sie vom User als störend empfunden werden, lässt sie sich auf Wunsch auch ausblenden. Zudem können insgesamt fünf Home-Screens individuell den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden. Schreibfaule können über die System Bar auf die Spracherkennung zurückgreifen.

(mbu)