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13. April 2010 14:26; Akt: 20.04.2010 13:30 Print

Facebook will Datenschützer milde stimmen

Das soziale Netzwerk hat seinen neuen Sicherheitsbereich gestartet. In ihm sollen Mitglieder erfahren, wie sie ihre Privatsphäre auf der Seite und im Web schützen können.

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Facebook: So sieht der neue Sicherheitsbereich aus.

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Wie Facebook im firmeneigenen Blog mitteilte, hat man heute für seine mittlerweile über 400 Millionen Mitglieder einen neuen Sicherheitsbereich auf dem Portal eingerichtet, in dem sich Nutzer informieren können, wie man sich in der digitalen Welt schützen kann. Die Hilfeseite ist in fünf Sektionen gegliedert: Sicherheit für Eltern, Pädagogen, Jugendliche, Strafverfolgungsbehörden und allgemeine Sicherheit. So finden User unter anderem Informationen, wie sie ein gutes Passwort finden, sich vor Cyber-Stalking schützen und anstössige Inhalte melden können.

Bei der Entwicklung der Seite hat Facebook nach eigenen Angaben mit dem unternehmenseigenen Sicherheits-Beratungsausschuss zusammengearbeitet. Diesem gehören unter anderem Vertreter von Organisationen wie Childnet International, Connect Safely und WiredSafety an.

Das Vorpreschen Facebooks beim Datenschutz scheint nicht von ungefähr zu kommen. Denn das weltgrösste soziale Netzwerk hatte zu diesem Thema schon öfter negative Schlagzeilen produziert. Jüngstes Beispiel dafür war die deutsche Stiftung Warentest, welche Facebook, aber auch der Konkurrenz von MySpace und Co. vorgeworfen hatte, allzu freigiebig mit Nutzerdaten umzugehen. Einige Tage später kündigte Facebook an, Daten seiner Mitglieder bald an ausgewählte externe Firmen automatisch weitergeben zu wollen. Was aus diesen Plänen geworden ist, gab Facebook in seiner heutigen Mitteilung nicht bekannt. Gegen diese Pläne hat sich unlängst die Gruppe «Facebook Privacy Control - NOW!» gegründet, welche bereits über 30 000 Mitglieder hat.

(hst)