Short URL Service

15. Dezember 2009 10:37; Akt: 15.12.2009 11:13 Print

Facebook eifert bit.ly nach

Das soziale Netzwerk hat begonnen, einen eigenen Kurz-URL-Dienst namens fb.me zu testen. Das hat Sinn, denn schon bald sollen Mitglieder der Community ihre Statusmeldungen direkt auf Twitter veröffentlichen können.

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Facebook testet mit fb.me seinen Short URL Service. Bild: insidefacebook.com/Composing

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Wie insidefacebook.com schreibt, hat die Community bereits begonnen, Links in ihrer mobilen Version m.facebook.com abzukürzen. Im obigen Screenshot ist zu sehen, dass aus einem langen Link zu einem Foto ein kurzer wird, der statt m.facebook.com die Abkürzung fb.me enthält. Für die so genannten Facebook Pages, welche vor allem von Unternehmen und Institutionen genutzt werden, funktioniert das Ganze auch schon. So wird aus facebook.com/starbucks die Kurzversion fb.me/starbucks, wie Blogger Saad Kamal aufgefallen ist.

Zum Thema passt ein Bericht der Technologie-Webseite TechCrunch. Diese will erfahren haben, dass Mitglieder noch in dieser Woche Status-Updates direkt über die Benutzeroberfläche als Tweets auf Twitter veröffentlichen können werden. Somit könnten sie dank fb.me ihre Beiträge wesentlich verkürzen, um das pro Tweet auf der Microblogging-Seite geltende Limit von 140 Zeichen einzuhalten. Umgekehrt soll es weiterhin nur mit Applikationen funktionieren. Wer seine Status-Updates auf Twitter veröffentlicht, sollte bedenken, dass sie dort von jedem User gelesen werden können und auch für Suchmaschinen auffindbar werden. Google, Microsoft und Yahoo wollen Tweets schon bald im grossen Stil Suchenden präsentieren, wie 20 Minuten Online berichtete.

Malware bleibt verborgen

Die so genannten Short URLs sind praktisch, bergen allerdings Risiken. Denn wer einen verkürzten Link anklickt, sieht vorab nicht, welche Website er dadurch ansteuert. Dies kann von Cyberkriminellen ausgenutzt werden, die beispielsweise Surfer auf Seiten lotsen können, auf denen sich Malware verbirgt. Wer vorab wissen möchte, welche Adresse hinter einer Kurz-URL steckt, kann diese beispielsweise auf longurl.org eingeben. Für den Firefox gibt es unter anderem das Add-on Long URL Please, welches diesen Zweck erfüllt. Ebenfalls für Mozillas Browser verfügbar ist die Erweiterung Shorten URL, dank der sich Adressen unter anderem direkt übers Kontextmenü verkürzen lassen.

(hst)