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18. Januar 2010 17:13; Akt: 18.01.2010 17:13 Print

«Spass ist ätzend»

Rund 74 Millionen Nutzer des Bauernhof-Games «FarmVille» können nicht irren, sollte man meinen. Laut Comedian Tobuscus zerstört das Spiel allerdings das Gehirn. Dementsprechend lässt er im Video kein gutes Haar an den Freizeit-Bauern.

Quelle: YouTube
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In seinem YouTube-Clip parodiert Nutzer Tobuscus aktuelle Werbespots für das Facebook-Game «FarmVille».

Allerdings hat der Erfolg von «FarmVille» auch ernste Seiten, wie 20 Minuten Online berichtete. Denn eine Anwaltskanzlei hat bei einem kalifornischen Gericht eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga, den Hersteller von «FarmVille», eingereicht. Darin wird den Unternehmen vorgeworfen, dass ihr Geschäftsmodell auf betrügerischen Absichten basiere. So können Spieler zum Beispiel durch das Ausfüllen von Fragebögen, deren Auswertung per SMS mitgeteilt wird, zusätzlich Punkte verdienen. Wer die Handynummer allerdings preisgibt, meldet sich ohne sich darüber bewusst zu sein, bei einem kostenpflichtigen Abodienst an. Zu den Zynga-Klassikern gehören auch vermeintliche IQ-Tests. Auch sie enden mit einer teuren Handyrechnung.

Davon profitiert auch Facebook, sie verdienen gemäss der Klage an der miesen Masche mit. Laut Klageanschrift soll die Community mit Social-Games zwischen 50 und 100 Millionen US-Dollar Umsatz generieren. Um das Image aufzupolieren, hatte Facebook mitgeteilt, dass sie über 100 Anwendungen entfernt hätten, bei denen den Usern der Tritt in die Abofalle drohte.

(hst)