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22. April 2010 11:07; Akt: 03.11.2010 14:16 Print

Microsoft und Facebook gegen Google

Auf Docs.com können User Office-Dokumente mit Facebook-Freunden bearbeiten und teilen. Nicht nur der Name erinnert an die Büro-Tools des grössten Suchmaschinenanbieters.

Quelle: Docs.com
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Wie es im Blog von doc.com heisst, können User dank Facebook Connect Word-, Excel und PowerPoint-Dateien mit Freunden bearbeiten, Kommentare schreiben und überdies sehen, wenn Freunde Dateien hochgeladen haben. Noch befindet sich das Angebot in der Beta-Phase, Interessenten können sich in eine Warteliste eintragen. Wann die Alternative zu Google Docs bereit stehen soll, ist noch nicht bekannt.

Auf seiner Entwicklerkonferenz f8 hat Facebook in San Francisco ausserdem zahlreiche weitere Neuerungen angekündigt. Docs.com bietet wie 74 weitere Websites zum Start so genannte Social Plugins an. So kann man unter anderem den «Like»-Button einbetten. Besucht ein Mitglied des sozialen Netzwerkes beispielsweise einen Online-Shop, können ihm Produkte präsentiert werden, welche seinen Facebook-Freunden gefallen haben. Vorteil für Facebook und dessen Werbekunden: User verraten viel mehr über sich und können so gezielter mit Reklame angesprochen werden.

Open Graph Protocol für alle

Facebook-Nutzer können nun auch weitere Webseiten zu ihrem sozialen Graphen hinzufügen, wenn die Seitenmacher sie für das Open Graph Protocol vorbereitet haben, schreibt heise.de. Dann sollen solche Websites auch in Facebook-Benutzerprofilen, in Suchergebnissen und Newsfeeds auftauchen. Dank einer verbesserten Graph-API sollen Entwickler wesentlich einfacher Anwendungen schreiben können, welche den sozialen Graphen der User auswerten. Als neuer Standard für die Authentifizierung wird OAuth eingesetzt. Ebenfalls von Facebook präsentiert wurde «Insights For Your Domain.» Dank dem Tool können Entwickler die Anzahl der Nutzer, der Umfang der von ihnen generierten Inhalte und die Reaktionszeit von Entwickler-Webseiten angezeigt bekommen.

Kritik von Datenschützern könnte demnächst Facebooks Ankündigung ernten, dass über die API erhaltende Userdaten von Dritten nun nicht mehr nur 24 Stunden, sondern ohne Zeitbeschränkung gespeichert werden dürfen. «Zynga musste Nutzerinformationen bisher 100 Millionen Mal am Tag herunterladen», sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg gegenüber insidefacebook.com zur Begründung für die Entscheidung, «Entwickler mussten bislang eigene Systeme dafür bereitstellen.»

(hst)