Filmkritik

19. Oktober 2010 09:45; Akt: 19.10.2010 10:45 Print

«Wo fange ich an?»

Im aktuellen Kinofilm «The Social Network» kommt Mark Zuckerberg nicht besonders gut weg. Nun wehrt er sich mit Spott.

Mark Zuckerberg spendet den Machern des Films The Social Network ironisches Lob. Quelle: YouTube
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David Finchers Film «The Social Network» erzählt die Anfänge von Facebook. Gründer Mark Zuckerberg wird unter anderem vorgeworfen, Kollegen von einst ausgebootet zu haben. Allerdings beruht das Werk auf dem Buch «Milliardär per Zufall» von Ben Mezrich, das sich vielfach nicht an der Wahrheit orientiert, wie in einem Interview mit 20 Minuten Online deutlich wurde. Demnach soll ein wesentlicher Antrieb Zuckerbergs gewesen sein, bei Mädchen landen zu können. Er ist allerdings laut eigenen Angaben immer noch mit der Frau zusammen, mit der er bereits vor der Gründung des sozialen Netzwerkes liiert war: Priscilla Chang. Ein anderes Beispiel: Mezrich lässt einen der Napster-Gründer, Sean Parker, bereits 2004 darüber nachdenken, den Technologie-Blog Valleywag anzurufen. Die Seite wurde aber erst 2006 gegründet.

Der Film ist trotzdem ein Erfolg: So hat er beispielsweise in den USA am ersten Wochenende 23 Millionen Dollar eingespielt. Auf der Start-up-Konferenz Y-combinator hat Facebook-Gründer Mark Zuckerberg am Wochenende in einem Interview seine Meinung zum Streifen in Spott verpackt, wie im obigen Video zu sehen ist. Auf die Frage nach den grössten Unterschieden zwischen Film und Realität sagte er: «Wo fange ich an? Es ist interessant, in welchen Bereichen die Macher bei der Wahrheit bleiben wollten. Alle im Film gezeigten T-Shirts und Fleece-Pullover habe ich wirklich.»

(hst)