iPad Air und mini

22. Oktober 2013 22:07; Akt: 22.10.2013 23:28 Print

Apple greift mit neuen iPads an

von T. Bolzern, London - Schneller, dünner, leichter: Apple stellt ein iPad Air und ein iPad mini mit Retina Display vor. Dazu gibt es neue Rechner – OS X Mavericks, iLife und iWork sind ab sofort gratis.

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Bei den Tablets ist Apple Spitzenreiter. Und die Geräte sind nach dem iPhone die zweitwichtigste Umsatzquelle. Im Tablet-Markt hat der Technologiekonzern aus Cupertino die Nase vorn - auch in der Schweiz. Doch andere Hersteller schlafen nicht und fluten den Handel mit ihren Android- und Windows-Geräten. Nun motzt Apple seine Tablets auf und lässt die Muskeln spielen. Am Dienstabend präsentierte der Konzern aus Cupertino ein neues iPad Air und das iPad mini mit Retina Display. Die Devise der aufgemöbelten Apple-Zwillinge: schneller, dünner, leichter.

Mit dem iPad Air hat Apple sein grosses iPad geschrumpft. Das neue Modell wiegt nur noch 450 Gramm und ist 7,5 Millimeter dünn. Laut Apple ist es das dünnste Full-Size-Tablet auf dem Markt. Es soll ab Anfang November, auch in der Schweiz, erhältlich sein. Ab 549 Franken (für das 16 GB Modell mit Wi-Fi) ist es erhältlich.

Die Preise für das Modell mit Wi-Fi und mobilen Daten starten bei 679 Franken (16 GB). Obwohl das neue iPad-Flaggschiff auf den A7-Chip (wie im iPhone 5S) setzt, hat es weder eine 8-Megapixel-Kamera, noch den Fingerabdruck-Sensor Touch ID, über den im Vorfeld viel spekuliert wurde. Das iPad 2 bleibt im Programm und wird weiterhin ab 429 Franken verkauft.

Ein iPad mini mit Retina

Auch das iPad mini hat am Dienstag ein Update erhalten. Kein Wunder: Jedes zweite von drei verkauften Apple-Tablets ist mittlerweile ein mini, schätzt das Wall Street Journal. Apples neuer Tablet-Zwerg ist zwar klein, hat aber grosse Werte. In der zweiten Version hat das Mini-Tablet ein wesentlich schärferes Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln. Damit hat sich die Pixeldichte fast verdoppelt und einzelne Punkte sind nicht mehr von blossem Auge zu erkennen.

Auch in die Innereien des iPad mini 2 wurde ordentlich investiert. Auch hier gibt ein A7-Chip den Takt an. Im Prinzip ist es ein iPad Air in einer kleineren Version. Das zeigt sich auch im Preis: Das 16-GB-Modell mit Wi-Fi gibt es ab 439 Franken. In der Version mit mobilen Daten kostet die Mini-Version 569 Franken. Das iPad mini ist ab November verfügbar, das alte iPad mini wird weiterverkauft. Es bleibt zu einem Preis von 329 Franken gelistet.

Viel Power unterm Hut

An der WWDC im Juni wurde der Desktop-Kraftprotz Mac Pro angekündigt. Heute hat Apple mehr Details verraten. Der Rechner für Profis bricht mit dem herkömlichen Design und ist nun optisch eine Mischung aus Kühlturm und einem klassichen Zylinder. Mit der speziellen Konstruktion soll der leistungsstarke Rechner besser und vor allem ohne Geräusche gekühlt werden.

Im Inneren steckt ein Intel Xeon E5 Prozessor mit wahlweise 6, 8 oder 12 Kernen. Bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und zwei AMD-FirePro-Grafikkarten sorgen für viel Power. Damit können drei UHD-Bildschirme gleichzeitig betrieben werden. Noch in diesem Jahr soll der Kraftprotz auf den Markt kommen. Ein genaues Datum nannte Apple nicht. In der Grundausführung (Vierkern Xeon E5, 12 GB RAM, 256 GB SSD-Speicher und zwei FirePro) soll der Mac Pro 3399 Franken kosten.

Aufgefrischt wurden auch die Macbook-Pro Notebooks. Das wichtigste neue Merkmal: Der Intel Haswell-Prozessor im 13-Zoll-Modell. Im grösseren Modell heisst der Chip Crystalwell. Bei mehr Leistung sollen sie vor allem den Akku schonen. Bis zu neun Stunden Betriebszeit soll damit möglich sein. Eine ganze Filmtrilogie anzuschauen wäre kein Problem, verspricht Apple. Dazu gibt es schnellere Grafik und Flash-Speicher. Kostenpunkt: 1499 Franken (fürs 13-Zoll-Modell) und ab 2249 Franken fürs 15-Zoll-Modell.

Software für alle

Apple hatte am Dienstagbend die Spendierhosen an. iLife, iWork stehen ab sofort für neue Macs und iOS-Geräte kostenlos zum Download bereit. Ebenfalls gratis wird OS X Mavericks angeboten. Mit dem neuen Mac-System führt Apple über 200 Neuerungen ein. Mit der Version 10.9 werden iOS und OS X weiter miteinander verknüpft. Zwei neue Programme (iBooks, Karten) dürften iPhone- und iPad-Besitzern bereits bekannt sein.

Mavericks soll schneller laufen und verspricht durch intelligentere Handhabung der Prozessorzeit auch eine verbesserte Akkulauftzeit. Dies wird sich in einem ausführlichen Test zeigen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die iCloud-Keychain. Mit der Funktion werden Passwörter in der Cloud gespeichert und können so auf verschiedenen Geräten genutzt werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karim Hansraj am 22.10.2013 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Innovation Hin oder Her

    Man kann erfinden was man will und doch motzen alle das es keine Innovation gäbe. Samsung wirft auch einfach 20 total sinnlose Software Funktion auf ihre Handys die nach 2Tagen vergessen sind. Das soll Innovation sein? Man kann das Tablet nicht jedes Jahr neu erfinden. Und übrigens es kommt nicht nur auf das Gerät alleine an sondern ein Grossteil hängt auch vom Marketing ab und das kann meiner Meinung nach Apple von allen am Besten

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  • peter meier am 22.10.2013 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    software nicht für alle gratis

    iwork ist nur kostenlos für geräte, die ab september 2013 aktiviert wurden...

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  • Don am 22.10.2013 22:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gelogen

    Das Sony Xperia Z Tablet ist 6.9mm dünn.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 24.10.2013 20:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apple zeigt wie immer, wo's lang geht

    Immer wieder zeigen sie, wo's lang geht - die tollen Kreativjungs aus Cupertino. Nachdem jetzt alle das iPad kopiert haben, zeigt Apple, das ihr Ding eben ein ganz anderes Potenzial hat. Freue mich riesig auf das iPad Air!!

  • Andreas Durrer am 23.10.2013 22:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zurück in die Vergangenheit...

    Und diese "Grundversion" kostet schon über 4'000 Fr. Ohne optisches Laufwerk! Das erinnert mich stark an die Anfänge der PCs... Die kosteten auch soviel... Dabei weiss heute jedes Kind, dass Hardware innert Jahresfrist massiv an Leistung gewinnt und sich ergo eine solche Investition gar nocht lohnt, höchstens vielleicht für den professionellen Videoschnitt. Das machen wahrscheinlich 0,005% der User. Für die Bildbearbeitung reicht heute schon ein Midrange-PC und für CAD ist Apple auch nocht gerade top, da keine Quadro-Grafikkarten einbaubar sind... tja

  • Amanda Hudson am 23.10.2013 22:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Game over Cook

    Tim Cook, Game over" Steve wusste wie und niemand anders.

  • Andreas Durrer am 23.10.2013 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MacPro was? 

    Komisch, mein Digitec Desktoprechner für 1'100 Fr. Mit 128 Gb SSD und 1 TB HD startet Windows in 10 Sekunden und Programme, wie Photoshop oder InDesign praktisch simultan. Auch sonst stosse ich in Sachen Leistung praktisch nie an Grenzen. Also für was bitteschön soll man diesen Phantasiepreis bezahlen? CAD, wie SolidEdge, ProE oder SolidWorks laufen ja eh nicht mit OS X, und Quadro-Grafikkarten lassen sich auch nicht nachrüsten... Was soll das? Dafür kein optisches Laufwerk und ein Vertikallüfter als Office-Staubsauger... Wow, wirklich Innovativ.

  • jayjay am 23.10.2013 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ohje

    oh wie schön intel prozessoren in macs, geil! da kann ich mir gleich wieder ein hp, toshiba, dell oder was weiss ich kaufen. kostet nicht mal die hälfte und kann gleich viel und haben windows drauf!!!! und bei den tablets müssen wir nicht drüber reden. ich sag nur lumia 2520