Schlammschlacht

20. Oktober 2010 16:57; Akt: 20.10.2010 18:15 Print

RIMs Antwort auf Jobs' Provokation

Apple-CEO Steve Jobs provozierte bei der Präsentation der Quartalszahlen mit markigen Worten die Konkurrenz. Die Reaktion darauf kam prompt.

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Hat gut lachen: Apple-CEO Steve Jobs.

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Apple konnte bei der Präsentation der Quartalszahlen vom vergangenen Montag einen Rekordgewinn vermelden. Der Konzern verkaufte binnen drei Monaten mehr als 14 Millionen iPhone 4 und verdiente unter dem Strich 4,3 Mrd. Dollar (4,1 Mrd. Fr.). Steve Jobs schaltete sich per Konferenzschaltung dazu und kritisierte die Konkurrenz. So gibt er 7-Zoll-Tablets von Anfang an keine Chance. Sie seien zu gross um das Smartphone zu ersetzen und zu klein, um es mit dem iPad aufzunehmen.

Auch BlackBerry-Hersteller RIM bekam sein Fett weg. So sei der kanadische Smartphone-Hersteller, der mit dem PlayBook ein 7-Zoll-Tablet auf dem Markt bringen wird, keine echte Konkurrenz. Die Reaktion von RIM-CEO Jim Balsillie liess nicht lange auf sich warten. Er schreibt in einem Blogeintrag: «Für alle von uns, die ausserhalb von Apples Realitätsverzerrungsfeld leben, ist es klar, dass 7-Zoll-Tablets einen grossen Marktanteil erobern werden. Wir wissen, dass Adobe-Flash-Unterstützung für Kunden, die das Web wirklich nutzen wollen, wichtig ist. Wir wissen auch, dass Apples Versuch, das gesamte Umfeld zu kontrollieren und eine geschlossene Plattform aufzubauen, für Apple selbst ein Vorteil sein mag. Entwickler wollen aber mehr Optionen und Kunden Zugang zu der überwältigenden Mehrheit von Websites, die Flash verwenden. Wir glauben deshalb, dass die Kunden es Leid sind, sich von Apple vorschreiben zu lassen, was sie denken sollen.»

Auch Android-Gründer und Ex-Apple-Mitarbeiter Andy Rubin hat sich zu Jobs Auftritt von vergangenem Montag kritisch geäussert. In seinem ersten und einzigen Tweet schreibt er: «the definition of open: "mkdir android ; cd android ; repo init -u git://android.git.kernel.org/platform/manifest.git ; repo sync ; make"». Mit anderen Worten: Android ist eine offene Plattform und nicht wie vom Apple-CEO behauptet fragmentiert.

(mbu)