Apple-Produkte

21. Oktober 2010 12:38; Akt: 21.10.2010 14:16 Print

Werden Schweizer abgezockt?

Im Schweizer Apple Store wird das neue MacBook Air zu einem Preis von 1199 Franken angeboten. Im US-Pendant wird der Preis mit 999 US-Dollar angegeben. Wir haben nach dem Grund für die Differenz gefragt.

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Das neue MacBook Air wird in der billigsten Version in den USA für 999 Dollar angeboten.

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An der gestrigen Keynote hat Apple unter anderem zwei neue Modelle der MacBook-Air-Serie vorgestellt. Sie werden mit einem 11-, bzw. einem 13-Zoll-Display angeboten. Die Preise in der Schweiz beginnen bei 1199 Franken (inkl. MwSt). Abzüglich der Mehrwertsteuer (7,6 Prozent) kostet das billigste Modell hierzulande also 1114.30 Franken. In den USA werden für das Vergleichsmodell 999 US-Dollar (exkl. MwSt) fällig, was zurzeit 962.90 Franken entspricht. Die Preisdifferenz beträgt rund 151.40 Franken.

20 Minuten Online hat sich bei Apple nach dem Grund dafür erkundigt. Laut offiziellen Angaben werden für die Berechnung der internationalen Produktepreise mehrere Faktoren berücksichtigt. Dazu zählen neben Steuern unter anderem auch Wechselkurse, die Kosten für den Betrieb eines Geschäfts und die lokalen Importgesetze. Diese Faktoren würden von Region zu Region variieren, so dass internationale Preise sich nicht mit den US-Preisen vergleichen lassen. Zudem kommen in den USA je nach Staat noch Taxen zum Verkaufspreis dazu, die sich um die 15 Prozent bewegen.

Im direkten Vergleich mit den umliegenden Ländern fällt der Preisunterschied auf den ersten Blick noch extremer aus. In Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich beginnen die Preise für das neue MacBook Air bei 999 Euro (inkl. MwSt). Dies entspricht beim aktuellen Umrechnungskurs einem Betrag von 1335.85 Franken. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass zum Beispiel in Deutschland der Mehrwertsteuersatz satte 19 Prozent beträgt. Unter dem Strich fällt der vermeintlich grosse Preisunterschied aufgrund der individuellen Steuersätze also nicht mehr gross ins Gewicht.

Was das MacBook Air taugt

Bei der gestrigen Präsentation des neuen MacBook Air nannte Steve Jobs keine Verkaufszahlen - wie er dies beispielsweise fürs iPhone oder das iPad immer wieder gerne tut. Da liegt die Vermutung nahe, dass sich die MacBook-Air-Modelle bislang nur mässig gut haben verkaufen lassen. Auch für die neuste Version dürfte es schwierig werden, denn die Preise sind für das, was man schlussendlich bekommt, relativ hoch. Zur Hardware zählen ein Core-2-Duo-Prozessor, eine Nvidia GeForce 320M und eine FaceTime-Kamera. Wie bisher fehlt ein optisches Laufwerk. Die neuen Modelle gibt es ausschliesslich mit Flash-Speicher. Laut Jobs soll der Akku für 30 Tage Standby-Zeit reichen und bei durchschnittlicher Nutzung nach sieben Stunden wieder an die Steckdose müssen, bei der kleineren Variante soll es durchschnittlich eine Stunde weniger sein. Der Prozessor des 11,6-Zoll-Modells ist mit 1,4 Gigahertz getaktet, Kunden haben die Wahl zwischen 64 (1199 Franken) und 128 Gigabyte Speicher (1449 Franken). Die 13-Zoll-Variante kommt mit einer 1,86-Gigahertz-CPU und 128 Gigabyte Speicher für 1549 Franken in die Läden, wer 256 Gigabyte haben möchte, zahlt 1899 Franken. In der Standardkonfiguration aller Modelle stecken zwei Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Gewicht gibt Apple 1,06 Kilogramm für die 11-Zoll- und 1,32 Kilogramm für die 13-Zoll-Variante an.


(mbu)