Katalonien-Krise

01. November 2017 07:47; Akt: 01.11.2017 11:23 Print

Puigdemonts Mitstreiter kehren zurück – er nicht

Den abgesetzten Mitgliedern der katalanischen Regierung droht in Spanien ein Prozess. Lesen Sie die Ereignisse in der Katalonien-Krise vom 19. bis am 31. Oktober 2017 nach.

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Stellt sich der Polizei: Carles Puigdemont an einer Medienkonferenz in Brüssel. (31. Oktober 2017) Erste Anhörung: Entlassene katalanische Minister treffen beim Gericht in Madrid ein. (2. November 2017) Ignoriert die Vorladung in Madrid: Carles Puigdemont in Brüssel. (31. Oktober 2017) In Madrid: Kataloniens entmachteter Vizeregierungschef Oriol Junqueras befindet sich für eine Anhörung in der spanischen Hauptstadt. Mitglieder des abgesetzten Kabinetts kehren nach Spanien zurück: Kataloniens ehemaliger Innenminister Joaquim Forn am Flughafen Barcelona. (31. Otkober 2017) Verlangt einen fairen Prozess: Der abgesetzte katalanische Regierungschef Carles Puigdemont will in Belgien nicht Asyl beantragen und ist bereit, unter Bedingungen nach Spanien zurückzukehren. (31. Oktober 2017) Catalan dismissed Interior chief Joaquim Forn (C) is followed by journalists as people with Spanish flags shout at him upon his arrival at El Prat airport in Barcelona after flying from Brussel on October 31, 2017. Spain's top criminal court today summoned Catalonia's axed separatist leader for questioning, hours after he appeared in Brussels insisting he remained the 'legitimate president' of a region now under direct rule from Madrid. The National Audience in Madrid, which deals with major criminal cases, summoned Carles Puigdemont and 13 other former members of his administration, dismissed by Spain's central government last week, for November 2 and 3. / AFP PHOTO / Josep LAGO Wo steckt Puigdemont? Ein Bild des ehemaligen Regierungschefs hängt im katalanischen Regierungsgebäude in Barcelona. (30. Oktober 2017) Der spanische Staatsanwalt erhebt Anklage gegen ihn: Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont im Parlament in Barcelona. (27. Oktober 2017) «Katalonien - das sind wir alle»: Die Organisatoren gaben die Zahl der Teilnehmer am Sonntag mit über einer Million an. (29. Oktober 2017) Bern: Demonstranten singen auf dem Bundesplatz die katalanische Hymne. (28. Oktober 2017) Aufruf zu «demokratischem Widerstand»: Carles Puigdemont, hier in Barcelona. Greift durch: Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat die die Amtsgeschäfte des abgesetzten katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont übernommen. Von der Polizei eskortiert: Demonstranten, die gegen die Unabhängigkeitserklärung auf die Strasse gingen. (27. Oktober 2017) Mit der Flagge Spaniens unterwegs: Gegner von Kataloniens Unabhängigkeit gingen Freitagabend auf die Strasse. (27. Oktober 2017) Votum für die Unabhängigkeit: Der katalanische Präsident Carles Puigdemont gibt seine Stimme ab. Die Abgeordneten votierten in geheimer Abstimmung mit 70 Ja-Stimmen gegen zehn Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen für die Resolution zur Unabhängigkeit. Mit Klatschen, Hurra-Rufen und dem Ruf «Unabhängigkeit» feierten die Menschen die Entscheidung des Parlaments. Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy an der ausserordentlichen Senatssitzung zur Anwendung von Artikel 155 in Madrid. (27. Oktober 2017). Könnte der Verhaftung durch eine Flucht ins Ausland entgehen: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont. Foto: Juan Medina (Reuters) Schliesst Neuwahlen aus: Carles Puigdemont bei seinem Statement im katalanischen Parlamentsgebäude in Barcelona. (26. Oktober 2017) Hat seine Reise nach Madrid abgesagt: Carles Puigdemont an einer Protestkundgebung in Barcelona. (21. Oktober 2017) Will persönlich im spanischen Senat erscheinen, um seine Regionalregierung zu verteidigen: Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont bei einer Demonstration in Barcelona. (21. Oktober 2017) Klare Worte: Carles Puigdemont richtet sich in einer TV-Ansprache an das katalanische Volk. (21. Oktober 2017) Zuvor hat es am Samstag eine Grossdemonstration in Barcelona gegeben. Die Regierung hat sich mit der oppositionellen Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) geeinigt, dass Katalonien wenn nötig zu Neuwahlen gezwungen werden soll: Ministerpräsident Mariano Rajoy (l.) empfängt PSOE-Chef und Oppositionsführer Pedro Sánchez im Moncloa-Palast. (Archiv) Catalan President Carles Puigdemont speaks during a statement at the Palau Generalitat in Barcelona, Spain, on Saturday, Oct. 21, 2017. The Spanish government announced an unprecedented plan Saturday to sack Catalonia's separatist leaders, install its own people in their place and call a new regional election, using previously untapped constitutional powers to take control of the prosperous region that is threatening to secede. (Ruben Moreno/Presidency Press Service, Pool Photo via AP) Eine Schlange vor einer Filiale der Caixa. (20. Oktober 2017) Bild: Twitter Grossdemonstration in Barcelona. La Caixa zählt zur drittgrössten Bank Spaniens: Mitarbeiter der Bank protestierten Mitte Oktober gegen die Inhaftierung der Präsidenten zweier Unabhängigkeitsorganisationen. (16. Oktober 2017) Einen Verzicht auf die Unabhängigkeit als Vorbedingung für Gespräche würde Puigdemont aber als «Demütigung» ansehen: Carles Puigdemont vor den Medien in Barcelona. (15. Oktober 2017) Protestieren für Selbstbestimmung: Eine Frau hält ein Schild während einer Demonstration in Barcelona. (17. Oktober 2017) Freilassung zweier Anführer der Unabhängigkeitsbewegung gefordert: Rund 200'000 Menschen sind in Barcelona auf die Strasse gegangen. (17. Oktober 2017) Eine Richterin hat gegen die Leiter der zwei wichtigsten Zivilorganisationen der katalanischen Separatisten – Jordi Sànchez der – unbedingte Untersuchungshaft angeordnet: Sànchez (r.) und Cuixart (l.) vor der Anhörung in Madrid. (16. Oktober 2017) Die Staatsanwaltschaft legt dem katalanischen Polizeichef Josep Lluís Trapero «aufrührerisches Verhalten» zur Last – er ist aber unter Auflagen wieder freigekommen. Wollte zwei Monate mehr Zeit: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont. (15. Oktober 2017) Will Klarheit: Spaniens Aussenminister Alfonso Dastis. (Archivbild) In acht Werktagen haben wegen des Unabhängigkeitsreferendums 540 Unternehmen Katalonien verlassen: Demonstranten in Barcelona schwingen die «Estelada». (Archiv) Bittet Katalonien formell um Klarheit: Ministerpräsident Mariano Rajoy bei einer kurzen Ansprache im Regierungspalast La Moncloa in Madrid. (11. Oktober 2017) Liess sich bislang nicht in die Karten blicken: Kataloniens Regierungschef Carles Puigdemont. (15. Oktober 2017) Der Ministerpräsident Carles Puigdemont unterschreibt die «ausgesetzte» Unabhängigkeitserklärung – Regierungssprecher Turull wird sie später als «symbolisch» beschreiben. (10. Oktober 2017) Keine Unabhängigkeit: Carles Puigdemont nimmt das Mandat an, um Katalonien in die Unabhängigkeit zu führen. (10. Oktober 2017) Public Viewing: Befürworter der Abspaltung Kataloniens sehen sich Puigdemonts Auftritt in Barcelona auf Grossleinwand an. (10. Oktober 2017) Wird er die Unabhängigkeit ausrufen? Der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont kommt im Regionalparlament an. (10. Oktober 2017) Grosse Hoffnungen: In der Nähe des Parlaments versammeln sich die Befürworter der Unabhängigkeit Kataloniens. Blitzlichtgewitter: Seine Rede wird mit Spannung erwartet. (10. Oktober 2017) Die spanische Polizei positioniert sich vor dem Parlament in Barcelona. (10. Oktober 2017) Die Regionalregierung in Katalonien um Carles Puigdemont soll den Konflikt mit Madrid geplant haben. Die Bürgermeisterin von Barcelona hat sich gegen eine unilaterale Unabhängigkeitserklärung ausgesprochen: Ada Colau während des verfassungswidrigen Referendums in Barcelona. (1. Oktober 2017) «Manche reden schon von militärischer Intervention»: Der Generalsekretär der spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, rät den Katalanen zur Vorsicht. «Die konstitutionelle Krise, die sich in Spanien entfaltet, erfordert Beratungen und keine Konfrontation», sagte der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan. (Archivbild) Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy will nicht über die Einheit des Landes verhandeln. Madrid führe «keine Gespräche unter Drohungen», sagte er. Am Sonntag haben in Barcelona Hunderttausende Menschen gegen eine Unabhängigkeit Kataloniens demonstriert. (8. Oktober 2017)

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(nxp/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bob-Design am 19.10.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist echt kritisch.

    Ich kann da zwar nicht mitreden, und ich weiss auch nicht ob ich für oder gegen die Unabhängigkeit sein soll. Hoffe nur dass es keine Auseinandersetzungen wie an den Wahlen gibt.

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  • Mike Zac am 19.10.2017 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unabhängigkeit

    er hat echt Mist gebaut. Entweder er hätte die Unabhängigkeit sofort ausgerufen oder er hätte es von Anfang an sein gelassen. Aber dieses Warten und Zeit schinden schadet ihm nur selbst.

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  • C.M. am 19.10.2017 09:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur ein Nein will mann hören

    So viel ich mir vorstellen kann möchte Rajoy nur einen Wort hören Nein!! Das währe für ganz Katalonien das Beste und nicht hin und her Zeit verblassen lassen. Die Regierung in Madrid wird alles tun das Katalonien ein Spanische Provinz bleibt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritikus am 01.11.2017 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenstehen

    Wo sind jetzt die 2 mio, die für die loslösung von spanien waren? So wird man auch von den politikern vor den karren gespannt, nur damit sie die eigenen ziele erreichen. Auf dem Balkan hatten wir das auch, und jetzt sitzt der Hass tief in der Bevölkerung, die Politiker aller Ethnien sitzen jeden Tag und essen zusammen und gehen an Partys...

  • Bosanac am 31.10.2017 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Einigkeit

    Ich finde es total übertrieben ja fast unverschämt was die minderheit der Catalanen fördern, wesshalb denn überhaupt? Werden sie denn verfolgt oder gar diskriminiert das sie Transparente mit 'Freedom' in die Luft halten! Was denkt sich der Puigdemont das er sich sein eigenes Königreich auf Nacken der Spanier und zwar allen Spanier erschaffen kann? ABSOLUTES NO GO!

  • nicht nur unschuldig am 31.10.2017 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Perspektive

    Dann müsste Rajoy mit der gesamte Partei ( und nicht nur die) ins Gefängniss gehen, wegen Korruption, Medien manipulation und bestimmt noch vieles mehr. Aber über ihn reklamiert widereunal niemand. Er kann nicht einmal Englisch sprechen schon das ist erbärmlich...

  • Trishy am 31.10.2017 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Reise

    Bisher hat Puigdemon (und weitere Regierungsmitglieder) nur eine Reise unternommen und sich mit einem Anwalt getroffen. Also reden eir noch nicht von Flucht und Asyl.

    • Lollipop am 31.10.2017 16:30 Report Diesen Beitrag melden

      Vorher informieren!

      Informieren Sie sich zuerst bzw. lesen Sie den ganzen Artikel! Ihr kommentar ist sinnlos, lesen Sie genau was in den letzten paar Tagen (vor allem letzte Woche) genau passiert ist und dann können Sie einen Kommentar dazu schreiben! Man muss nicht nur den Titel lesen sondern auch den Inhalt, dann weiss man genau um was es im Artikel wirklich geht! lg

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  • Schulze und Schultze am 31.10.2017 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Eine spanische Telenovela

    Tim und Struppi fahnden schon nach ihm.