Das Datum und Donald Jr.

09. November 2017 12:07; Akt: 09.11.2017 13:08 Print

«Bist du an die Trump-Universität gegangen?»

Zweimal rief der Sohn von Donald Trump dazu auf, in Virginia wählen zu gehen. Zweimal nannte er ein falsches Datum. Das Internet höhnt.

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Auch an amerikanischen Wahltagen kommt es auf jede Stimme an. Deshalb rief Donald junior, der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump, die Wählerschaft von Virginia am Dienstag zum Urnengang auf. In der wichtigen Wahl ging es darum, wer künftig Gouverneur dieses an die Hauptstadt Washington angrenzenden Gliedstaats werden würde.

Nur vergriff sich der Filius im Datum: «Bringen wir Ed Gillespie morgen über die Ziellinie», schrieb er auf Twitter.

Den gleichen Fehler machte Donald junior in einem zweiten Tweet. «Virginia, die Zukunft des Gliedstaats steht morgen auf dem Spiel», twitterte er – am Dienstag. Erst später ersetzte er in dem Tweet das Wort «morgen» durch «heute»:

Vielleicht befolgten viele Republikaner den Ratschlag des Juniors und blieben zu Hause. Einen klaren Sieg errang nämlich der demokratische Vizegouverneur Ralph Northam.

Schon vor der Wahl hatte das Internet aber seine helle Freude an Donald Jr. «Du bist der dümmste Fuck auf dem Planeten und ein Lehrbeispiel des Scheiterns», twitterte ein @samknight1:

Ein anderer Nutzer fragte, ob das von vielen als «dümmstes» bezeichnete Familienmitglied an die Trump-Universität gegangen sei:

Es sei «wirklich schwer, sich Daten zu merken, wenn man nichts zu tun hat», höhnte ein weiterer Tweet:

Auf den kleinsten gemeinsamen Nenner brachte es @JimMallet mit «Trottel»:

Das Internet-Meme des «dummen Donald junior» hat eine längere Geschichte. Schon im Juli hatte «Vice» aufgelistet, wann sich der Präsidentensohn dämlich angestellt haben soll.

An der Spitze stehen dessen Ausflüchte nach dem berühmten Treffen im Juni 2016 mit der russischen Anwältin Natalia Weselnizkaya. Es sei um die Adoption russischer Kinder gegangen, sagte er zuerst. Dann widersprach er sich, indem er trotzig twitterte, offenbar sei er der Erste gewesen, der je in ein Treffen eingewilligt habe, um Informationen über einen Gegner zu erhalten:

Eine frühe Fehlleistung vollbrachte Donald Jr. 2012 in einem Radiointerview über die Homoehe. Er sei «total dafür», sagte er in verquerer Logik, denn «das bedeutet mehr Frauen für mich». Ein anderes Mal verglich er syrische Flüchtlinge mit einer Schale von Skittles-Bonbons, unter denen es zwei schlechte gebe, die «dich töten werden».

Donald Trump Jr. sei «schlecht im Business» und «schlecht in der Politik», schreibt das Magazin «GQ». Es sei klar, dass Don Jr. «so dumm ist wie eine Schachtel mit besonders dummen Steinen».

Das Magazin «The Week» geht noch weiter und stellt einen Zusammenhang mit der angeblichen Absprache der Trump-Kampagne mit Russen her. «Wie wäre es», fragt der Titel eines Kommentars, «wenn die Trump-Kampagne selbst für eine Kollusion zu dumm war?»

Vergangenen Samstag machte sich die Satiresendung «Saturday Night Live» über die «dummen» Trump-Söhne lustig:

(Quelle: Youtube/Saturday Night Live)

(sut)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Papa Moll am 09.11.2017 12:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz de Pape, ganz de Pape

    Es ist immer schön wenn ein Vater sieht wie der Sohn sich erfolgreich in Papas Fussstapfen bewegt.

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  • Amina123 am 09.11.2017 12:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tja

    obs an den genen liegt? nicht ganz ernst gemeint,aber ist schon frappant....;-) der apfel fällt nicht ... ... .....

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  • Senior am 09.11.2017 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Der einfache Bürger glaubt's wohl noch

    Dieses Verhalten zeigt doch deutlich, dass es diesen Leuten nur um das eigene Ego, d.h., um ein Wahl seiner selbst geht. Das "Fussvolk" interessiert die überhaupt nicht, Hauptsache sie gehen brav wählen, bezahlen brav Steuern (für die Reichen, da die ja sowie so wissen wie man Steuern "verbilligen" kann) und arbeiten noch in unterbezahlten Jobs wie verlangt. Die Reichen aus dieser Ecke lassen sich nur allzu gerne "bedienen;" das in jeder möglichen Art und Weise. Dafür braucht man nicht sehr intelligent, jedoch heuchlerisch und verschlagen zu sein, das Geld von Vati wird's schon richten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 09.11.2017 20:43 Report Diesen Beitrag melden

    Wahl der Themen durch unsere Medien

    Da sich unsere Medien tagtäglich um möglichst viele Schlagzeilen zur Trumpfamilie abmühen, vergessen sie glatt, dass es auf der Welt noch andere Dinge gibt: z.B. in Nigeria werden die Christen abgeschlachtet, vor 79 Jahren war reichskristallnacht usw. Aber alles Peanuts im Vergleich zu den "Schlagzeilen" der Trumps.

  • Woopi1 am 09.11.2017 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist zeit...diese witzfigur muss gehen..!!

    Bin immer wieder sehr erstaunt wieviele menschen einen solch unglaublichen narzissten und wirklich unfähigen mann wie trump bestaunen und bewundern können...seit trump usa-präsident ist geschehen dinge von seiten des trump-clans die wirklich äusserst peinlich sind...ich warte auf den tag, an dem diese witzfigur endlich vom hohen ross gezerrt wird...und ganz viele amerikaner erwachen und ein riesen AHA-erlebis haben werden...

  • Mario am 09.11.2017 17:11 Report Diesen Beitrag melden

    super

    Köstlich wie sich das Pro-Clinton und Pro-Sanders-Lager immer noch täglich an Trump abarbeitet. Erfolglos.

    • Luigi am 09.11.2017 17:34 Report Diesen Beitrag melden

      noch besser!

      noch viel besser, dass es immer noch arme geister gibt, die dem soziopathen noch die Stange halten. viel amüsanter!

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  • bebbeli am 09.11.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nach dem Vater

    Was willst du bei einem solchen Vater mehr verlangen. Geld alleine genügt nicht, etwas Verstand wäre besser. Jedenfalls wäre es gescheiter, den Mund zu halten.

    • jucks am 09.11.2017 16:51 Report Diesen Beitrag melden

      hast recht

      dir würde das Geld auch nicht helfen.

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  • Questioner am 09.11.2017 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Rauch um nichts.

    Und die Demokraten brüsten sich damit, in einem Bundesstaat, der eher die Demokraten wählt und von Hillary C. mit 5 oder 6 Punkten vorsprung auf Trump gewonnen wurde, der Demokrat Ralph Northam gewonnen hat. Seltsam, dass man ausgerechnet ihn hochjubelt, der von den Grosskonzernen bezahlt wird. Über die wirklich guten und interessanten demokratischen Wahlgewinner aus den anderne Staaten wird nicht gesprochen. Was soll an Virginia so speziell sein? Sind es nicht Ohio und Pensivania die den Demokraten die Wahl gekostet haben?